Warum wir oft an Dingen festhalten, die sich irgendwann einmal bewährt haben.
25. September 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
während einer bitterkalten Winternacht suchte der Zen-Meister Danxia Zuflucht in einem verlassenen Tempel. Um nicht zu erfrieren, nahm er eine hölzerne Buddha-Statue vom Altar, hackte sie in Stücke und machte sich daraus ein wärmendes Feuer.
Als der Tempelpriester am nächsten Morgen das verbrannte Heiligtum sah, war er außer sich vor Wut über diese vermeintliche Gotteslästerung. Danxia blieb jedoch völlig gelassen. Er zeigte ihm, dass die Statue in dieser lebensbedrohlichen Situation kein heiliges Objekt mehr war, sondern schlichtweg das dringend benötigte Brennholz für sein Überleben.
Auch ich habe eine Buddha-Statue zu Hause, die mich daran erinnern soll, achtsam zu leben. Doch ich kann mir gut vorstellen, in Situationen zu geraten, in denen ich meinen Buddha loslassen muss.
Wir Menschen neigen jedoch dazu, an Dingen und Strategien festzuhalten, die sich irgendwann einmal für uns bewährt haben – selbst dann, wenn sie uns in einer neuen Situation plötzlich im Weg stehen.
Hierüber schrieb ich diese Woche einen Artikel:
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Herzliche Grüße
🙏 Leonne
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