Warum wir eigene Erkenntnisse oft aus Bescheidenheit zurückhalten – und wie sie trotzdem anderen helfen können.
2. Oktober 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
ein Zen‑Meister spielte jeden Abend in seinem kleinen Zimmer wunderschöne Melodien auf der Zither. Wenn die Nachbarn ihn baten, draußen für das ganze Dorf zu spielen, lehnte er stets bescheiden ab. Er glaubte, seine Musik sei nicht gut genug und die Menschen würden ihren tiefen Sinn ohnehin nicht verstehen.
Erst als ein kleiner Junge, der abends oft am Fenster lauschte, ihm erzählte, wie sehr ihm diese Töne durch eine schwere Zeit geholfen hatten, erkannte der Meister: Seine falsche Bescheidenheit führte dazu, dass er den Menschen etwas Wertvolles vorenthielt.
Auch ich neigte dazu, wertvolle Zen-Einsichten oder prägende Erfahrungen nur für mich zu behalten. Sie erschienen mir nicht wichtig genug für andere, oder ich befürchtete, niemand würde sie verstehen – bis ich eine Einsicht erlangte, die in mir das Bedürfnis erweckte, sie doch zu teilen.
Hierüber schrieb ich diese Woche einen Artikel:
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Herzliche Grüße 🙏
Leonne
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