Warum wir den Moment oft genau dann verpassen, wenn wir ihn am intensivsten suchen.
12. Juni 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
eines Tages ritt Nasrudin auf seinem Esel über den Marktplatz. Er war völlig aufgelöst, schaute nach links und rechts und rief lautstark: „Hilfe, jemand hat meinen Esel gestohlen! Wo ist mein Esel?“ Die Händler und Passanten schüttelten nur den Kopf und riefen ihm lachend zu: „Aber Nasrudin, du sitzt doch mitten auf ihm!“
Diese Geschichte mag absurd erscheinen – wir erleben sie jedoch jedes Mal, wenn wir versuchen, „im Moment“ zu sein: in der Meditation, beim Lesen von Büchern oder während eines Wellness-Urlaubs.
Wir jagen einem Zustand hinterher, den wir in diesem exakten Augenblick bereits erleben. Und vor lauter Suchen übersehen wir die Realität, die bereits der ganze Moment ist. Es ist gerade unser Verlangen, im Moment anzukommen, das uns im Weg steht.
Hierüber schrieb ich diese Woche einen Artikel:
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Herzliche Grüße
🙏 Leonne
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