Warum wir uns oft an Dinge klammern, die uns eigentlich einschränken – und wie wir den Mut finden, loszulassen.
19. Juni 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
ein Mann rutscht beim Wandern an einer Klippe ab und fällt. Im letzten Moment kann er sich an einem winzigen Ast festhalten, der aus dem Fels ragt. Er baumelt über dem Abgrund und ruft verzweifelt in den Himmel: „Ist da oben jemand, der mir helfen kann?“ Eine tiefe Stimme antwortet: „Ja, ich kann dir helfen, aber dazu musst du den Ast loslassen.“ Der Mann schaut hinab in die gähnende Tiefe, klammert sich noch fester an das Holz und ruft zurück: „Ist da vielleicht noch jemand anderes da oben?“
Wir wünschen uns oft Veränderung, mehr Freiheit oder einen Ausweg aus einer frustrierenden Situation. Zen kann in diesen Situationen helfen, jedoch nur, wenn du bereit bist, den Ast loszulassen. Allzu oft klammern wir uns an unseren Ast – sei es eine Gewohnheit, eine bequeme Ausrede oder die trügerische Sicherheit eines festen Jobs – und verhindern damit die gewünschte Veränderung. Der Gedanke, das Gewohnte loszulassen, fühlt sich zunächst oft existenzbedrohend an. Doch im Zen geht es genau darum: unsere unbewussten Prägungen zu durchschauen und den Mut zu finden, den Ast der vermeintlichen Sicherheit loszulassen.
Hierüber schrieb ich diese Woche einen Artikel:
➡️ Sicherheit oder Einschränkung?
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Herzliche Grüße
🙏 Leonne
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