Das berühmte Gleichnis von Huineng über die wehende Fahne und die eigene Flexibilität.
10. Juli 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
zwei Mönche stritten sich vor einem Tempel über eine Fahne, die im Wind wehte. Der eine sagte: „Die Fahne bewegt sich.“ Der andere konterte: „Nein, der Wind bewegt sich.“ Als der berühmte sechste Zen-Patriarch Huineng den Streit der Mönche hörte, löste er die Sache auf: „Es ist weder der Wind, noch die Fahne. Es ist euer Geist, der sich bewegt.“
Was Huineng lehrt, ist, dass sowohl die sich bewegende Fahne als auch der sich bewegende Wind geistige Konstrukte sind, die wir der Wirklichkeit zuschreiben. Wer das versteht, gewinnt Freiheit und Gelassenheit – zum Beispiel dann, wenn die Wirklichkeit mal wieder nicht den eigenen Erwartungen entspricht.
Die Einsicht, dass nicht die Wirklichkeit das Problem ist, sondern unsere geistige Ablehnung, schafft eine mentale Flexibilität, die maßgeblich zu einer besseren Problemlösung beiträgt. Sie hilft uns, einen klaren Kopf zu behalten und, indem wir unsere Erwartungen schnell loslassen, angemessen auf die entstandene Situation zu reagieren.
Hierüber schrieb ich diese Woche einen Artikel:
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Herzliche Grüße 🙏
Leonne
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