Das Verlangen nach einem problemlosen Leben ist meist die größte Quelle unserer Unruhe.
11. September 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
ein Schüler beschwerte sich einmal bei dem berühmten Zenmeister Shunryu Suzuki, dass der Straßenlärm außerhalb des Zendo seine Meditation störte. Er war überzeugt, nur in absoluter Stille echten Frieden finden zu können. Suzuki antwortete ruhig: „Wenn du versuchst, den Lärm zu bekämpfen, wirst du nie Frieden finden. Wahre Stille entsteht nicht durch das Fehlen von Geräuschen, sondern dadurch, dass du dem Lärm keinen Widerstand mehr entgegensetzt.“
Wir verhalten uns im Alltag oft genauso wie dieser Schüler. Wir wünschen uns eine ideale, problemlose Welt – ohne unerwartete Rechnungen, ohne kaputte Einkaufswagen und ohne plötzlichen Ärger. Doch das ständige Verlangen nach einem Zustand ohne Probleme ist meist die größte Quelle für unser eigenes Leiden (Dukkha).
Nicht das Ereignis selbst raubt uns den Frieden, sondern unser Kampf dagegen. Erst wenn wir aufhören, eine perfekte Welt zu verlangen, begegnen wir den Fakten mit Nüchternheit und gewinnen deutlich an Handlungsfähigkeit.
Hierüber schrieb ich diese Woche einen Artikel:
➡️ Wenn das Rad nicht rund läuft
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Herzliche Grüße
🙏 Leonne
Keine Zen-Inspiration mehr verpassen? Erhalte jeden Freitag einen neuen Impuls für mehr Ruhe und Klarheit – bequem in dein Postfach.
