Warum die einfachsten Dinge – wie eine Blume oder ein Stück Brot – die tiefste Wahrheit enthalten.
15. Mai 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
als der Buddha eines Tages schweigend eine Blume hochhielt, blickten fast alle Beteiligten fragend drein und warteten auf eine Erklärung. Nur Mahakashyapa, sein späterer Nachfolger, lächelte. Warum er das tat, beschäftigt Zen-Praktizierende bis heute. Eine einfache Sichtweise ist: Ihm gefiel die Blume.
Das würde die Zen-Perspektive des alltäglichen Wunders unterstreichen. Eine Blume ist eine Blume. Doch wenn wir mit voller Aufmerksamkeit hinsehen, erkennen wir in dieser Schlichtheit vielleicht, dass sie nicht einfach nur „da“ ist. Es brauchte zahllose Voraussetzungen, damit sie existieren konnte und dieser besondere Moment überhaupt möglich war. Das gilt für die Blume des Buddha genauso wie für den Morgen an meinem Frühstückstisch, als ich mich fragte, wie das Brot auf meinem Teller landete.
Hierüber schrieb ich diese Woche einen Artikel:
➡️ Die Marmeladenstulle in Indras Netz
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
🙏 Herzliche Grüße
Leonne
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