Odysseus, die Sirenen und der überraschende Weg zum Ziel
28. August 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
der Held Odysseus hatte ein klares Ziel: Er wollte zurück nach Hause. Doch ihm war auch klar, dass der betörende Gesang der Sirenen ihn um den Verstand bringen und sein Schiff ins Verderben stürzen würde.
Darum traf er eine radikale Entscheidung: Er ließ sich fest an den Mast seines Schiffes binden. Seinen Männern verstopfte er die Ohren mit Wachs und gab ihnen den strikten Befehl, ihn unter keinen Umständen loszumachen – egal, wie sehr er flehen oder toben würde.
Diese Geschichte zeigt ein Paradoxon: Freiheit – das zu tun und zu erreichen, was wir wollen – erfordert, dass wir uns selbst ganz bewusst Grenzen setzen. Ohne solche selbstgewählten Rahmenbedingungen laufen wir Gefahr, von kurzfristigen Impulsen übermannt zu werden und unser eigentliches Ziel aus den Augen zu verlieren.
Hierüber schrieb ich diese Woche einen Artikel:
➡️ Buddhas Mittelweg: Konditionierung und Spontaneität
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Herzliche Grüße
🙏 Leonne
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