Wie Zen das Bewusstsein klärt
Das von Rients Ritskes entwickelte Denkmodell visualisiert die verschiedenen Ebenen unseres Bewusstseins und zeigt auf, wie Zen-Meditation wirkt. Es ist ausdrücklich keine Methode zur Analyse, sondern eine Methode der wertfreien Beobachtung.
Von „Bubbels“ zu „Pünktchen“
In unserem persönlichen Unterbewusstsein sind unverarbeitete Erfahrungen, Wünsche und Emotionen gespeichert. Wir nennen diese mentalen Ladungen „Bubbles“.
Was sind Bubbles?
Alles, was während der Meditation auftaucht und uns ablenkt, bezeichnen wir als Bubbles. Dabei ist es wichtig zu verstehen: Bubbles sind wertneutral. Sie können sowohl negative als auch positive Erfahrungen betreffen. Ein einfaches Beispiel ist eine schöne Anzeige für eine Reise, die man tagsüber gesehen hat und an die man während der Meditation denkt.
Auch Erfolgserlebnisse müssen – genau wie Misserfolge – verarbeitet werden. Wenn man an einem alten „Erfolgsrezept“ festhält und versucht, es wie einen einst funktionierenden Trick immer wieder zu wiederholen, blockiert das die Sicht auf neue Möglichkeiten. Diese Fixierung auf vergangene Erfolge steht dann dem weiteren Wachstum und neuen Erfolgen im Weg.
Wichtig zu wissen: Bubbles sind an sich kein Problem. Jeder Mensch hat sie. Belastend wird es erst durch ein Übermaß an Bubbles; sie machen das Leben schwer und führen dazu, dass wir uns kaum noch konzentrieren können.
Der Prozess des Zulassens
- Die Dynamik: Im Alltag zeigen sich diese Bubbles oft als diffuse Frustration oder Ablenkung. Während der Meditation drängen sie automatisch in das Bewusstsein.
- Zulassen statt Bearbeiten: Anstatt diese Gedanken zu bekämpfen, zu analysieren oder aktiv „verarbeiten“ zu wollen, lassen wir sie in der Meditation einfach zu. Es ist wie bei einem Film, den man schon mehrmals gesehen hat: Man schaut ihn sich wieder an, wenn er auftaucht, ohne einzugreifen.
- Die Transformation: Durch dieses Zulassen und unsere Zen-Praxis des Susokukan (das Zählen des Atems) entsteht ganz von selbst Einsicht in deine Erfahrungen. Die emotionale Ladung löst sich auf und die „Bubbles“ verwandeln sich in „Pünktchen“.
Das Ergebnis
Einsichten stören die Konzentration nicht mehr. Je mehr Bubbles zu Pünktchen werden, desto klarer wird der Geist. Du gewinnst die Regie über dein Denken zurück, nicht durch Anstrengung, sondern durch den Prozess des Verarbeitens durch Zulassen.

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