spülte ich die Teetassen, aus denen wir während der Teezeremonie getrunken hatten. Wie immer reflektierte ich über den Ablauf des Kurses. Ich war nicht zufrieden. Ich hatte zu schnell gesprochen, zu viel Theorie, die Teilnehmenden zu wenig einbezogen. Mein Entschluss stand fest: Morgen würde ich alles besser machen. Mehr meditieren, aufmerksamer sein, mir bessere Fragen für die Teilnehmenden einfallen lassen.
Und dann, mit Teetasse und Spülschwamm in der Hand, die Einsicht: Es geht nicht darum, dass ich vorhin vieles nicht richtig gemacht habe, und auch nicht darum, was ich morgen alles besser machen werde. Es geht um das Jetzt. Indem ich jetzt meine Aufmerksamkeit wieder auf diese Teetassen lenke und sie voller Konzentration spüle, war der heutige Abend mit seinen Lektionen für mich genau richtig, und ich werde auch morgen alles richtig machen.
Das ist, warum es im Zen geht.
