Wer vor dem Schatten flieht, wird ihn nicht los. Zen lehrt das Annehmen. Wie du im Januar echte, zenvolle Vorsätze fasst.
9. Januar 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
in den alten Schriften des Daoismus wird von einem Mann erzählt, der sich so sehr vor seinem eigenen Schatten fürchtete, dass er beschloss, vor ihm davonzulaufen. Er rannte los, doch sein Schatten wich ihm nicht von der Seite. Der berühmte Dao-Meister Zhuangzi riet ihm, sich einfach unter einen Baum zu setzen, damit sein Schatten sich mit dem Schatten des Baumes vereint.
Einfach nur sitzen – das ist eine Praxis, die auch im Zen geübt wird. Im Zazen üben wir die Kunst, uns mit dem, was jetzt ist, zu vereinen. Der Schatten in dieser Anekdote steht für mich für unsere Sorgen und Ängste, vor denen wir am liebsten weglaufen würden. Viele beginnen mit Zen genau mit dem Vorhaben, ihren Schatten auf einer vermeintlich heilen Insel des Momentes loszuwerden. Doch Zen lädt uns nicht ein, vor der Realität zu fliehen, sondern sie anzunehmen. Das Hier und Jetzt ist kein sicherer Rückzugsort, an dem man sich vor dem Leben verstecken kann, sondern der einzige Ort, an dem echtes Wachstum beginnt.
Wachstum braucht eine bewusste Entscheidung. Der Januar ist traditionell die beste Zeit für gute Vorsätze. Genau darum geht es in meinem neuen Artikel.
➡️ Hier geht es zum Artikel: Zenvolle Vorsätze
🙏 Herzliche Grüße
Leonne
Keine Zen-Inspiration mehr verpassen? Erhalte jeden Freitag einen neuen Impuls für mehr Ruhe und Klarheit direkt in dein Postfach.
