Der Krebs wächst nur, wenn er den Panzer abwirft. Auch wir brauchen Verletzlichkeit. Warum gerade dieser Zustand eine echte Chance ist.
5. Dezember 2025
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
der Krebs wird durch einen Panzer geschützt – sein Exoskelett. Dieser starre Panzer wächst jedoch nicht mit. Um weiterwachsen zu können, muss der Krebs ihn daher regelmäßig abstoßen. Es dauert einige Tage bis Wochen, bis der neue Panzer wieder vollständigen Schutz bietet. In dieser Zeit ist der Krebs extrem verletzlich. Er zieht sich daher an einen geschützten Ort zurück, um die nötige Ruhe für sein Wachstum zu finden. Denn nur in diesem weichen, ungeschützten Zustand kann er sich wirklich ausdehnen. Er nutzt den Rückzug, um in seine neue Größe hineinzuwachsen. Am Ende dieser Phase hat er einen neuen, passenden Panzer, der ihn schützt und ihm den Raum bietet, den er für sein weiteres Leben braucht.
Auch wir machen Wachstumsphasen durch, in denen unsere Sicherheiten wegfallen. Können wir diese Phasen umarmen, damit das Wachstum stattfinden kann? Oder stemmen wir uns dagegen und verhindern so, dass wir weiterwachsen? Viele Veränderungen in unserem Leben haben wir uns nicht ausgesucht; sie entziehen sich unserer Kontrolle. Was wir jedoch in der Hand haben, ist unsere Haltung gegenüber diesen Veränderungen.
In meinem neuen Artikel beleuchte ich diese Übergangsphasen und lade dazu ein, mit der japanischen Weisheit des Ma-Konzepts und dem aus der Anthropologie stammenden Begriff Liminalität eine neue Perspektive auf Veränderung zu entwickeln.
➡️ Hier geht es zum Artikel: Die Kunst des Dazwischenseins
Ich wünsche euch eine schöne zweite Adventswoche.
Herzliche Grüße
Leonne
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