Huizi hielt den Riesenkürbis für nutzlos und zerstörte ihn. Meister Zhuangzi sah darin jedoch ein perfektes Boot. Wie oft übersehen wir ungeahnte Möglichkeiten, nur weil sie nicht in unsere festen Vorstellungen passen?
14. November 2025
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
Huizi erhielt vom König die Samen einer großen Kürbisart. Er säte sie aus, und die Pflanzen trugen riesige Früchte, so groß, dass sie fünf Eimer Saft fassen konnten. Er klagte beim daoistischen Meister Zhuangzi, er könne mit diesem Geschenk nichts anfangen: Die Kürbisse seien zu groß für Gefäße und viel zu instabil. Enttäuscht zerschlug er die seiner Meinung nach nutzlosen Kürbisse.
Zhuangzi fragte ihn daraufhin: „Warum bist du nicht auf die Idee gekommen, den riesigen Kürbis als schwimmende Tonne zu benutzen, um damit über Seen und Flüsse zu fahren, ohne zu sinken?“
Huizis Geist war gefangen in seiner Vorstellung davon, wozu ein Kürbis dienen sollte. Er konnte das enorme Potenzial dieser riesigen Frucht nicht erkennen.
In meinem neuen Artikel beschreibe ich, wie das Herz-Sutra uns helfen kann, über unsere festgefahrenen Vorstellungen hinauszublicken. Es öffnet den Blick für eine Welt, die weit mehr zu bieten hat, als wir auf den ersten Blick erkennen können – eine Welt voller ungeahnter Geschenke, genau wie jener riesige Kürbis, der ein perfektes Floß gewesen wäre.
➡️ Das Herz-Sutra: Leerheit voller Leben
Ich wünsche euch eine schöne Woche voller Möglichkeiten.
🙏 Herzliche Grüße
Leonne
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