Eine Mauer schützt vor Gefahr, doch sie sperrt auch das Licht aus. Diese sufistische Parabel lehrt uns: Wer sich isoliert, erstickt das Leben. Wahre Sicherheit entsteht erst, wenn wir Mauern einreißen und Verbindung wagen.
21. November 2025
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
eine sufistische Parabel erzählt von einem Mann, der eine Mauer um seinen Garten baute, um sich vor den Gefahren der Welt zu schützen. Doch als sie stand, merkte er: Sie hielt nicht nur Gefahren fern, sondern auch das Licht, den Regen, die Vögel. Da riss er sie nieder und pflanzte einen Baum. Nun bot sein Garten Schutz und Raum für alles, was lebte.
Als ich diese Geschichte las, dachte ich an meine selbstgewählte Isolation. Eine schmerzhafte Gruppenerfahrung ließ in mir das Verlangen wachsen, mich abzugrenzen – erst als Außenseiterin, dann in vollständiger Isolation. Doch Mauern schützen nur für kurze Zeit. Auf Dauer ersticken sie das Leben, das sie bewahren sollen.
In meinem neuen Artikel beschreibe ich, wie ich vom Außenseiter zur Gestalterin von Verbindung wurde. Mein Baum ist heute Zen-Meditation Berlin: ein Ort für alle, die im Zen einen Weg finden, um zu wachsen und sich zu entfalten.
➡️ Hier geht’s zum Artikel: Von Außenseiterin zum Teamplayer.
Im Sufismus steht die Mauer oft für das Ego – mit seinen starren Denkmustern und Abgrenzungen. Doch in fast allen Weisheitstraditionen geht es darum, das Ego zu durchschauen und seine Grenzen zu lockern und auszuweiten, damit Leben fließen kann.
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
🙏 Herzliche Grüße
Leonne
Keine Zen-Inspiration mehr verpassen? Erhalte jeden Freitag einen neuen Impuls für mehr Ruhe und Klarheit direkt in dein Postfach.
