Gegen die Strömung zu schwimmen, raubt uns die Kraft – mit ihr zu fließen, rettet uns.
6. März 2026
Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,
ein alter Gelehrter beobachtete einst einen Mann, der in einem tosenden Wasserfall schwamm. Er fürchtete, der Mann wolle sich das Leben nehmen. Doch der Schwimmer erreichte wohlbehalten das Ufer. Auf die Frage nach seinem Geheimnis antwortete er:
„Ich gehe mit dem Abwärtsstrom in die Tiefe und steige mit dem Aufwärtsstrom wieder empor. Ich passe mich dem Wasser an, statt es zu bekämpfen.“
Diese Weisheit ist lebensrettend – und zwar ganz real. Eine häufige Ursache für Badeunfälle sind sogenannte Ripströme, die Schwimmer mit enormer Kraft von der Küste wegziehen. Wer seinem Überlebensinstinkt folgt und verzweifelt gegen den Strom zurück zum Strand schwimmt, verliert den Kampf gegen die Urgewalt und ertrinkt vor Erschöpfung.
Die DLRG rät deshalb: Lass dich treiben. Schwimme schräg mit der Strömung, statt gegen sie. Nur so bewahrst du deine Kraft.
Auch im Alltag neigen wir dazu, bei Stress gegen den Strom unserer Aufgaben anzukämpfen: Wir streichen Pausen, arbeiten bis tief in die Nacht und versuchen, die Welle mit purer Willenskraft zu brechen. Doch dieser Widerstand führt allzu oft direkt in den Burn-out.
In meinem neuesten Artikel zeige ich eine Alternative:
➡️ Nichtstun – die produktivste Antwort auf Stress
🙏 Herzliche Grüße
Leonne
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