Das Geheimnis der hohlen Glocke 🔔

30. Januar 2026

Liebe Zen-Freundinnen und Zen-Freunde,

ein Mönch beklagte sich einmal bei seinem Zen-Meister: „Wenn ich über die Leere meditiere, fühlt es sich an, als würde ich ein totes Loch in mir selbst graben.“

Da schlug der Meister gegen eine große bronzene Tempelglocke. Der Klang erfüllte das ganze Tal. Der Meister fragte: „Kommt der Klang aus der Bronze oder aus dem Hohlraum?“ In diesem Moment verstand der Mönch: Ohne den großen Hohlraum – die Leere – wäre die Glocke nur ein seelenloses Stück Metall, das beim Anschlagen lediglich ein dumpfes „Plopp“ von sich gäbe.

Auch in meinen Kursen ist die Leere (Sunyata) ein zen-buddhistisches Konzept, das oft zu Missverständnissen führt oder gar auf Ablehnung stößt. Leere wird dabei fälschlicherweise als „Nichts“ und damit als etwas Totes verstanden. Die wahre Leere ist jedoch voller schöpferischer Kraft, die wie hier einen Klang erzeugen kann.

In meinem neuesten Artikel berichte ich von meiner Suche nach Verbundenheit durch Zuhören – und wie ich dabei denselben Fehler machte. Ich machte meinen Kopf „leer“ und ließ mein Gegenüber einfach reden. Warum das nicht funktionierte und wie ich meine Gespräche doch wieder zum Resonieren brachte, lest ihr hier:

➡️ Vom Monolog zum Stereohören

Ich wünsche euch eine schöne Woche mit vielen inspirierenden Gesprächen.

🙏 Herzliche Grüße
Leonne


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